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Grüner Kornmarkt

Positionspapier zur Auseinandersetzung mit dem Bürgergehren der Bürgerinitiative"Für einen grünen Kornmarkt"
Dateigröße:
285.33 kB
Datum:
14. Januar 2020

Der Kornmarkt darf nicht bebaut werden!
 
Kein Bürgerbegehren für Bebauung

Mit dem Rückzug der Markus Bau GmbH von der Kornmarktbebauung hatte die Stadt die Chance, den Platz als grüne Oase zu gestalten und allen zu zeigen, dass der Klimaschutz vorrangig sein soll. Doch die Bebauung soll trotz aller klimapoliti-schen Bedenken durchgezogen werden, nach wie vor soll sich die Ökologie der Ökonomie unterordnen.

AUF Witten hat deshalb schon im Sommer die Forderung aufgestellt: Der Kornmarkt muss grün werden!

Die Bürgerinitiative gleichen Namens, die erstmals bei unserer Kornmarkt-Demonstration Anfang September auf den Plan trat, hat jetzt ein Bürgerbegehren eingebracht.

Dieses Bürgerbegehren verfolgt eine ganz andere Richtung:

Statt Begrünung soll der Kornmarkt zu „einer entsiegelten, begrünten Kultur- und Begegnungsstätte umgestaltet“ werden mit „Kiosk als Begegnungsstätte, … einer Kulturbühne und 2 Sozialwohnungen“.

Damit geht es um ein Konzept einer alternativen Bebauung!

Doch warum dieser Schwenk um 180 Grad? „Stopp der Bebauung“ ist was anderes als eine alternative Bebau-ung. Die zu begrünende und zu entsiegelnde Fläche wird damit eingeschränkt.

Der Mangel an Sozialwohnungen in Witten ist kein Argument für die Bebauung. Mit zwei Sozialwohnungen eine alternative Bebauung zu begründen, ist an sich schon eine Provokation.

Es werden nicht zwei oder drei Sozial-wohnungen auf dem Kornmarkt gebraucht, sondern das Hundertfache davon in den Wohngebieten der Stadt.
Dass sie in Witten nicht gebaut werden, muss an der Politik der Stadt kritisiert werden.

Der alte Kiosk als Begegnungsstätte hört sich irgendwie sozial an, sagt aber nichts darüber aus, was das denn sein soll.

Es gibt weder für die von der Stadt geplante Bebauung, noch für die vom Bürgerbegehren angestrebte alternative Bebauung irgendwelche positiven Gründe.

Warum der Kornmarkt nicht bebaut werden darf

Wir treten nicht in einem Bebauungs-wettbewerb an. Vielmehr geht es um:

  1. Schutz gegen Extremhitze in der Innenstadt
  2. Schutz vor den Folgen von Starkregen mit einer möglichst großen wasseraufnehmenden Fläche
  3. die Verminderung von Luftschadstoffen in der Innenstadt

Das sind die Ziele, die als Symbol für eine glaubhafte Neuausrichtung der Politik zum konsequenten Umweltschutz stehen.
Mit einer alternativen Bebauung jedoch kann der Kornmarkt nicht zum Signal für diese umweltpolitische Wende werden.
Trotz unterschiedlicher Auffassung, ob und wann ein Bürgerbegehren sinnvoll sein könnte, waren wir im Interesse der Sache zu einer Zusammenarbeit mit der Initiative bereit.

Aber Ihre hektischen, eigenmächtigen und unberechenbaren Aktivitäten, jetzt sogar für eine alternative Bebauung, haben die mögliche Zusammenarbeit zerstört.
Unter dem Vorwand, für einen grünen Kornmarkt zu sein, tatsächlich aber eine alternative Bebauung durchzusetzen, ist Etikettenschwindel.

Konsequenter Um-weltschutz statt Kommerz!

Im Gegensatz dazu bleibt AUF Witten seinen Zielen treu, hängt sein Fähnchen nicht in den Wind und steht zu seinem Wort.

Dafür setzen wir uns von AUF Witten tatkräftig ein und werden das zu einem Kernpunkt für die Kommunalwahl in diesem Jahr machen.

Für eine Änderung der bisherigen am Kommerz orientierten Umweltpolitik in Witten ist eine starke Bürgerbewegung vonnöten, ohne die nichts erreicht werden kann.
Diese kann nicht erklärt, sondern muss aufgebaut werden.

Nur gemeinsam kann diese um-weltpolitische Wende durchge-kämpft werden.

Kommen Sie zu den Demos für einen grünen Kornmarkt an jedem ersten Samstag im Monat zur oberen Bahnhofstraße um 11 Uhr!
 

Der Kornmarkt muss grün werden!
Dateigröße:
1.05 MB
Autor:
AUF Witten
E-Mail:
info[at]auf-witten[dot]de
Datum:
28. Dezember 2019

 
 
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