Am Montag 8.7. ab 19 Uhr: Spannende Buchvorstellungen zu Fragen unserer Zeit:

Viele von uns machen sich große Sorgen um die Arbeitsplätze, die Umwelt und die Zukunft der Jugend. Der Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen, aber auch des Umweltschutzes ist ein großes Anliegen geworden. Mit aktuellen offenen Massenentlassungen im Bergbau, den angekündigten massiven Arbeitsplatzabbau in der Autoindustrie und weiteren Branchen, mit dem schleichenden Arbeitsplatzabbau, u.a. auch bei DEW in Witten, einer verstärkten Arbeitshetze, Mobbing und Lohndrückungen in vielen anderen Betrieben, u.a. bei ZF, sind die Arbeiter und Angestellten herausgefordert, sich auf härtere Auseinandersetzungen vorzubereiten. Was liegt da näher von den fortgeschrittensten Erfahrungen der Kämpfe der Arbeiter zu lernen. Mit der Vorstellung von 3 aktuellen Büchern wollen wir hier einen Beitrag leisten. Wir laden Sie und Euch herzlich ein in einer gemütlichen Atmosphäre, mit spannenden Büchern und Genuss.

Die Veranstaltung findet statt am Montag, 8.7. um 19 Uhr im Treff International, Bahnhofstraße 70 in Witten.

 

2018 wurde von der RAG und der Regierung die letzten Zechen geschlossen. 1997 wurde mit dem großen Bergarbeiterstreik der erste Versuch der Schließung erfolgreich verhindert. Das Buch „Der große Bergarbeiterstreik 1997“ dokumentiert eine Veranstaltung vom 6. Oktober 2018 – wo die Lehren aus diesem Streik verarbeitet wurden um sie unsterblich zu machen. Dieses Buch ist ein einzigartiges Dokument.

 

Dieses Buch dokumentiert die hart erkämpften letzten 10 Jahre des Bochumer Opel Werk 1 von 2004 bis 2014. Es ist ein Buch von und für Arbeiter über eine unbeugsame Belegschaft. Es ergreift Partei für die Arbeiterinteressen und die gewerkschaftlichen Grundsätze.

 

 

 

 

Mobbing in der Autoindustrie: Ein Tatsachenbericht über die persönlichen Erfahrungen mit Ausbeutung, Entwürdigung und Unterdrückung in einem ganz normalen kapitalistischen Betrieb. Es regt dazu an sich zusammen zu schließen und darüber nach zu denken, wie Mobbing funktioniert und wie man damit fertig werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

Veranstalter ist die People-to-People Agentur Witten, Bahnhofstraße 70, 58452 Witten; Telefon: 0159/03032413

Solidarität mit Christian Kowoll im Kampf gegen seine Kündigungen

An die demokratische Öffentlichkeit,
an gewerkschaftliche und betriebliche Gremien und

an die Mitglieder der DGB-Gewerkschaften

 

Wer einen von uns angreift, der greift uns alle an!

Solidarität mit Christian Kowoll im Kampf gegen seine Kündigungen

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren!

Mit diesem Brief möchten wir Euch und Sie informieren und um Solidarität bitten. Mittlerweile dreimal erhielt Christian Kowoll eine Kündigung durch den Vorstand von Opel. So wird versucht, einen kämpferischen Arbeiter und Gewerkschafter zu maßregeln: im Zuge der Schließung des Bochumer Opel-Werks I lehnt er es bis heute ab, sich seinen Arbeitsplatz abkaufen zu lassen. Bereits zweimal hat das Landesarbeitsgericht Hamm seine Kündigung für unwirksam erklärt. Darüber setzt Opel sich hinweg und weigert sich weiterhin, ihn zu beschäftigen.

Kundgebung der Bochumer Opel Kollegen gegen die WerksschließungNun wurde ein Skandal öffentlich, der das politische Ausmaß dieser Auseinandersetzung verdeutlicht. Die dritte Kündigung vom 8. Januar begründete Opel damit, dass der Rüsselsheimer Betriebsrat Christians Beschäftigung widersprochen habe, weil er einem Leiharbeiter bzw. Jungfacharbeiter den Arbeitsplatz wegnehmen würde und außerdem Mitglied der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) sei. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass Opel im ganzen Konzern Leiharbeiter entlässt und den Jungfacharbeitern eine Übernahme verweigert: seit wann ist die (ohnehin nur vermutete) Mitgliedschaft in einer linken Arbeiterpartei für Betriebsräte Anlass, die Entlassung eines Kollegen zu fordern? Der Rüsselsheimer stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Uwe Baum, der das Schreiben namentlich unterzeichnete, sowie der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Murat Yaman, der dieser Kündigung bewusst nicht widersprach, machen sich zum Vollstrecker einer unterdrückerischen Personalpolitik des Konzernvorstands.

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Der Kampf um jeden Arbeitsplatz bei DEW bleibt auf der Tagesordnung!

Diana Vöhringer, Mitglied im Vorstand von <i>AUF Witten</i>, unterstützt die DEW Kollegen in ihrem Kampf gegen Lohnkürzungen und Entlassungen
Diana Vöhringer, Mitglied im Vorstand von AUF Witten, unterstützt die DEW Kollegen in ihrem Kampf gegen Lohnkürzungen und Entlassungen

Letztes Jahr wurde den Kollegen im Edelstahlwerk (DEW) ein sogenannter Sondertarifvertrag aufs Auge gedrückt, der eine Kürzung von 75% ihres Weihnachtsgeldes vorsah. Dieser war vorher in Geheimverhandlungen von Betriebsrats und örtlicher IGM-Führung ausgehandelt worden. Die Belegschaft wurde regelrecht erpresst mit der Drohung, dass sonst Arbeitsplätze abgebaut werden müssten.

Hat ja gut geklappt! Mit der Faust in der Tasche verzichteten die Kollegen auf ihr Weihnachtsgeld, es sollte ja eine Sondermaßnahme sein.

Doch damit nicht genug: in diesem Jahr soll es jetzt das ganze Weihnachtsgeld sein, und gleich für die nächsten zwei Jahre!

Die DEW-Kollegen sind stinksauer und wollen das so nicht hinnehmen. 70 Vertrauensleute stürmten deshalb bereits am 30.08. die IGM-Betriebs­rätekonferenz. Das freute ihre Kollegen im Werk sehr und fordert sie auch heraus, selbst aktiv zu werden.

Denn DEW droht den Kollegen gleichzeitig mit Abbau von Arbeits- undAusbildungsplätzen, ja sie stellen sogar den ganzen Standort in Frage.

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Weg mit Strafanzeigen und Abmahnungen gegen Arbeiterpolitik – Solidarität ist stärker

AUF Witten berichtet bereits mehrfach über das Vorgehen von Opel Bochum bei ihrem Vorgehen zusammen mit der Stadt Witten und der Polizei gegen die Infostände der MLPD zu den Betriebsversammlungen im Saalbau. Nun findet die Gerichtsverhandlung gegen Clemens Böttigheimer wegen "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte" statt. Dazu hat die MLPD Bochum folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Angesichts immer neuer Enthüllungen über das Kartell der Autokonzerne und zunehmender Protestaktionen in den Auto-Belegschaften wird das Opel-Management zusehends nervös.

Am 3. August findet um 10:45 Uhr im Amtsgericht Witten der Prozess „Opel gegen Clemens Böttigheimer“ statt. Drei Mal hat die Personalchefin von Opel, Frau Koslowski, bereits die Polizei geholt, um Infotische der Internationalistischen/Liste MLPD vor Betriebsversammlungen auf öffentlich zugänglichem Gelände des Saalbau Witten abräumen zu lassen. Bei der Betriebsversammlung am 17.9.16 kam es vor den Augen der Opelaner zu einem aggressiven Polizeieinsatz. Aber angeklagt wird der Kollege Clemens Böttigheimer, „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ geleistet zu haben. Die MLPD protestiert entschieden gegen diese Verdrehung aller Tatsachen und erklärt ihre Solidarität mit dem Kollegen Böttigheimer. Dieser Prozess reiht sich ein in eine ganze Serie der Repression von Opel.

Wir möchten Euch bitten in euren Möglichkeiten zur Solidarität mit Clemens Böttigheimer beizutragen.

Nachfolgend die Zusammenfassung der Ereignisse

2019  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern