Deputat-Kohle: Die inszenierte Schlagzeile

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Veranstaltung von Kumpel für AUF und AUF Gelsenkirchen zum Deputat mit Daniel Kuhlmann (rf-foto)
Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Veranstaltung von Kumpel für AUF und AUF Gelsenkirchen zum Deputat mit Daniel Kuhlmann (rf-foto

25.11.16 - Wer gestern morgen die Zeitung aufschlug, stieß – zumindest in Nordrhein-Westfalen – auf die Schlagzeile "Kein Dauer-Anspruch auf Kohlelieferung". Interessant ist vor allem die Geschichte hinter dieser Schlagzeile.

Die sogenannte Deputat-Kohle ist für aktive Bergleute ein Lohnbestandteil, für viele Bergbau-Rentner und gegebenenfalls ihre Witwen ein verbriefter Rentenanspruch – er wird in Kohle oder Geld ausbezahlt.¹ Die Ruhrkohle AG (RAG) versucht seit Jahren diesen Rentenanspruch der Bergleute und ihrer Familien loszuwerden – über 155.000 Menschen vor allem im Ruhrgebiet und im Saarland sind betroffen. Gemeinsam mit der IGBCE-Spitze wurde dazu ein Tarifvertrag hinter dem Rücken der Kumpel ausgehandelt. Der lebenslange Anspruch soll nach diesem Vertrag durch eine – viel niedrigere – Einmalzahlung abgegolten werden. Nachdem bereits in den Jahren vorher zehntausende Bergleute mit anderen Verträgen um diesen Anspruch gebracht wurden. Viele ehemalige Bergleute wissen bis heute nichts von diesem Vorgang, weil sie nicht informiert wurden.

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Kampf um Arbeitsplätze braucht mutige Ideen

Interview mit einem Mitglied der Vertrauenskörperleitung von ZF

Am 11. Oktober erschien ein Artikel zur Entwicklung bei ZF in Witten in der WAZ. Dort wurde bekannt, dass Kollegen um ihre Arbeitsplätze bangen, bereits seit Beginn des Jahres Kurzarbeit gefahren wird. Wir befragten dazu Fritz Hickler von der IGM Vertrauenskörperleitung bei ZF. Hier sein Statement:

Die Sorgen sind absolut berechtigt. Es geht ja nicht nur um die aktuelle Situation. Der Verkauf an ZF im letzten Jahr war ja bereits der zweite Verkauf seit der Zerschlagung des Mannesmann-Konzerns.

Schon von Bosch sind die Kolleginnen und Kollegen letztlich enttäuscht worden, das wiederholt sich womöglich gerade mit ZF. Dazu kommt, dass sich die Situation mit der Kurzarbeit schon sehr lange hinzieht.

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Dokumentiert! Aus der Kollegenzeitung Stahlkocher

In der Stahlindustrie brodelt ein mörderischer internationaler Konkurrenzkampf. Die weltweite Konjunktur ist seit der letzten Weltwirtschaftskrise alles andere als stabil und allenfalls noch als schwankend zu bezeichnen.

Eine Folge davon erleben wir zur Zeit im Stahlbereich. Am internationalen Stahlmarkt verschieben sich die Verhältnisse durch die steigende Stahlproduktion in den aufstrebenden Ländern, wie z. B. China und Indien. Um diesen Einflüssen zu trotzen und vor allem ihren unendlichen Hunger nach Maximalprofiten zu stillen, setzen die Stahlkonzerne weltweit Fusionen fort. (...)

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DEW erpresst 75 Prozent des Weihnachtsgeldes der Kollegen

Im Sommer diesen Jahres erpresste die Geschäftsleitung von Schmolz und Bickenbach (DEW) von den Kolleginnen und Kollegen 75% vom Weihnachtsgeld. Das sind rund 1500 Euro, die am Ende des Jahres fehlen.

Schon seit Monaten, werden Gerüchte gestreut, das Werk stehe auf der Kippe, wenn die Kollegen nicht verzichten.

Dazu schreibt der „Stahlkocher“, eine Kollegenzeitung bei DEW, die von Kollegen für Kollegen geschrieben wird (wir dokumentieren):

„Mit 2,7 Mrd. Euro Umsatz ist Schmobi einer der größten Spezial- und Edelstahlhersteller der Welt und hat eine Spitzenposition auf dem Weltmarkt. Und da soll das Weihnachtsgeld das Zünglein sein um den Konzern zu retten?

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2018  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern