Die Montagsdemobewegung gegen die Hartz-Gesetze gibt es in Deutschland seit 2004. Zunächst in Ostdeutschland, später in fast 200 Städten Deutschlands, heute immer noch in über 100 Städten, gehen Menschen jeden Montag auf die Straße gegen die Hartz-Gesetze. Insbesondere die Einführung von Hartz IV hat einen Niedriglohnsektor geschaffen. Das Lohnniveau wurde seitdem um über 30% gesenkt, gleichzeitig nehmen Terror und Druck auf den Ämtern zu. Die Kommunen werden dazu mit den Sozialausgaben belastet, was vorher der Staat übernommen hatte. Alleine in Witten sind das über 4 Millionen Euro jährlich.

Längst geht es jedoch nicht mehr nur um Hartz IV, sondern vor allem um eine gesellschaftliche Perspektive. Die Themenvielfalt ist so bunt wie das tägliche Leben, denn Hartz IV hält in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens einzug. Entsprechend findet eine zunehmende gesamtgesellschaftliche Debatte auf der Montagsdemo statt, nach der Frage, wie die Probleme gelöst werden können. Der Montag hat sich zunehmend zum Tag des Widerstands entwickelt.

AUF Witten ist Initiator der Wittener Montagsdemo und unterstützt die Bewegung weiterhin. Sie ist von Beginn an ein offenes Forum für alle geworden. Das offene Mikrofon ist ihr Wesensmerkmal. Deshalb rufen wir Sie auf:

Kommen Sie zur Montagsdemo!

Jeden Montag, 17 Uhr an der Bahnhofstraße/Ecke Nordstraße

617. Montagsdemo setzt Zeichen: Freiheit für Deniz Yücel und alle von politischer Repression Betroffenen!

Die Gelsenkirchener Montagsdemo ruft dazu auf, die Inhaftierung des Journalisten Deniz Yücel zum Thema zu machen. Nachfolgend die Pressemitteilung der Gelsenkirchener Montagsdemo im Wortlaut dazu:

Es ist die Inhaftierung des Journalisten Deniz Yücel, an der sich international der Protest entzündet und den Druck auf die Regierungen aufbaut. Aber es geht hier nicht um einen einzelnen Journalisten. Yücel steht exemplarisch als prominentes Beispiel für 150 inhaftierte Journalistinnen und Journalisten, für die Schließung von 180 Medien durch Erdogan. Diese skandalösen Vorgänge fordern uns alle heraus, entschieden für Frieden, Freiheit und Demokratie international einzutreten. Die Wut und Empörung, aber auch der weltweit sichtbar gewachsene Wille zur Veränderung gehört auf die Straße!

Durch den Haftrichter wurde angeordnet, dass Deniz Yücel in Untersuchungshaft kommt. Diese kann in der faschistisch regierten Türkei ohne weitere Begründung auf fünf Jahre ausgedehnt werden. Wir fordern die sofortige Freilassung!

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NEIN zur Abwälzung der VW-Krise auf dem Rücken der Arbeiter, ihrer Familien und Kommunen!

JA zur Solidarität mit dem Kampf um jeden Arbeitsplatz!

Am Freitag den 18. November 2016  hat die VW-Konzernspitze das Ergebnis monatelanger Mauscheleien mit der rechten Betriebsratsspitze bekannt gegeben: VW will weltweit 30.000 Arbeitsplätze bei der Marke VW vernichten, davon 23.000 in Deutschland. Das Ganze soll über Abfindungen, Altersteilzeit und Teilzeit, ohne „betriebsbedingte Kündigungen“ durchgezogen werden. Das gilt aber nicht für die Tausende Leiharbeiter, die mit leeren Händen auf der Straße stehen. Und jeder Arbeitsplatz, der vernichtet wird, fehlt der nächsten Generation! Vielen droht, nach einem Jahr Arbeitslosigkeit. in Hartz-IV zu fallen. Was das bedeutet, wissen viele von uns aus eigener Erfahrung.

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Bunt und kämpferisch - die 13. bundesweite Herbstdemonstration in Berlin

Jan Vöhringer, Sprecher der Wittener Montagsdemo
Jan Vöhringer, Sprecher der Wittener Montagsdemo

Das tolle: Dieses Jahr waren aus Witten, Hattingen und Wetter so viele Mitstreiter mit in Berlin wie schon seit Jahren nicht mehr.

Die diesjährige Demo war immerhin schon die 13. Herbstdemonstration der bundesweiten Montagsdemobewegung. Sie stand im Zeichen des vielfältigen Widerstands der Arbeiter-, Erwerbslosen-, Frauen-, Umwelt- und Jugendbewegung gegen die Politik der Bundesregierung. Vom Bodensee bis zur Nord- und Ostseeküste waren die Delegationen von 75 Montagsdemos angereist.

Auf große Resonanz stieß der kämpferische, bunte, optimistische und fröhliche Zug durch den Prenzlauer Berg mit ca. 1.000 Teilnehmern und insbesondere die einzigartige Demonstrationskultur unter Tausenden Passanten.

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Gemeinsam zum Weltklimatag und zum Tag gegen Gewalt gegen Frauen in Witten auf die Straße!

Die Bürgerbewegung Montagsdemo hat nach ihrer letzten Kundgebung beschlossen den 7.11. und 21.11. zu zwei besondere Montage des Widerstands und für eine lebenswerte Zukunft zu machen.

Im Zusammenhang mit dem Weltklimatag und dem internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen wollen wir viele Wittenerinnen und Wittener, verschiedene Organisationen und Einzelpersonen gewinnen den Montag als Plattform für einen breiten Protest in Witten zu nutzen.

Am 12.11. ist der Weltklimatag. An diesem Tag finden im Ruhrgebiet verschiedene regionale Aktionen statt. Zum Start der diesjährige UN-Klimakonferenz am 7.11. wollen wir den Protest zur Rettung der Umwelt in Witten auf die Straße tragen.

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2018  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern