Luftreinhalteplan verdient nicht den Namen den er trägt

Wolfgang Seidel, Bürger der Stadt Witten
Wolfgang Seidel, Bürger der Stadt Witten

Das Feinstaubproblem wird bewusst verharmlost!

Am 17.10.2016 wurde der „Luftrein­halteplan 2016“ als Entwurf zur Öffentlichkeitsbeteiligung veröffentlicht. Nach erster Sichtung ziehe ich folgende Kurzbilanz:

  1. Es wird nur die Stickstoffdioxidbelastung betrachtet (NO₂), Feinstäube wie PM₁₀oder gar PM2,5 hingegen nicht! PM ist ein Durchschnittsmaß für die Partikelgröße von Feinstaub, der lungengängig ist, also bis in die Lungenbläschen gelangen kann. Hierfür gibt es Grenzwerte, die aber, wenn überhaupt nicht gemessen wird, auch nicht eingehalten werden müssen.
  2. Richtigerweise wird darauf hingewiesen, dass bei erhöhter Stickstoffdioxid-Konzentration neben einer Zunahme von Bronchitis- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch die Sterblichkeit in der Bevölkerung zunimmt.
  3. Die einzige aktuelle NO₂Messstelle in Witten (an der Ruhrstr.) ist nur mit einem Passivsammler bestückt, der monatliche Werte liefert,aus denen der Jahresmittelwert gebildet wird. Stündliche Belastungsspitzen, wie sie mit einem kontinuierlichen NOₓ-Analysator gewonnen werden könnten, werden nicht ermittelt. Dafür gibt es auch EU-Grenzwerte, die für Witten noch bedenklicher ausfallen dürften als die bisher ermittelten pauschalen Jahresüberschreitungen.

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Umweltbündnis für Witten

Das AUF-Team an einem InfostandLiebe Leserinnen und Leser,

zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieser Zeitung am 31.10. hat die alljährliche UN Weltklimakonferenz noch nicht einmal begonnen. Wenn Sie diese Zeilen lesen, hat sie wohl schon vom 7. – 18. November 2016 in Marrakesch/Marokko stattgefunden.

Ohne also die konkreten Ergebnisse der Konferenz zu kennen, gehen wir dennoch davon aus, dass es auch dieses Jahr nur heiße Luft geben wird, wohingegen die Hauptklimasünder die Konferenz als Riesenerfolg bejubeln werden.

Warum sind wir uns da so sicher? Weil es seit der ersten Weltklimakonferenz 1995 bis heute ganz offensichtlich die Strategie vor allem der entwickelten Industriestaaten war, der Weltbevölkerung Sand in die Augen zu streuen, die Umweltbewegung hinzuhalten und vom konsequenten Kampf abzuhalten.

Aktuellstes Beispiel ist das Abkommen von 2015, das auf der Klimakonferenz in Paris geschlossen und sogar als Jahrhundertvertrag gefeiert wurde.

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Das Ende der blauen Plakette

Meiner Meinung sollte der Staat im Interesse des Volkes eine Anlage nach §227 StGB (Körperverletzung mit Todesfolge in mehreren Fällen) erheben. Diese wäre zu richten gegen die aus Geldgier handelnden Automobilvorstände, die wissentlich Abgaswerte manipulierten, um preiswert Zulassungen für ihre Produkte zu erhalten und die aus Pöstchengier handelnden Politiker, wie den Bundesverkehrsminister, die weiterhin diese Dieseldrecksschleudern (Feinstaub + NOx) fahren lassen. Schließlich lautet es im Amtseid, den sowohl der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin und auch die Bundesminister ablegen, wie folgt: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Wolfgang Seidel

Anmerkung von AUF Witten vom 20.8.2016:
Herr Seidel hat den Leserbrief am 11.8. an das WAZ Meinungsforum verschickt, eine Woche später erneut. Bisher gibt es keine Antwort seitens der Redaktion. Sollen hier kritische Stimmen totgeschwiegen werden? Wenn Sie ähnlich Erfahrungen haben, dann schreiben Sie uns an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Feinstaub in Witten - eine unendliche Geschichte?

DEW vom Ruhrdeich Richtung Norden. Die Abluftventilatoren sind vom Bahnsteig aus nicht zu sehen und blasen so verdeckt und höchstwahrscheinlich ohne dezidierte Messung Stäube in die Luft. (eigenes Foto)
DEW vom Ruhrdeich Richtung Norden. Die Abluftventilatoren sind vom Bahnsteig aus nicht zu sehen und blasen so verdeckt und höchstwahrscheinlich ohne dezidierte Messung Stäube in die Luft. (eigenes Foto)

Wolfgang Seidel versucht Antworten bei der Bezirksregierung Arnsberg zu bekommen.
Wolfgang Seidel versucht Antworten bei der Bezirksregierung Arnsberg zu bekommen.

Seit 05. November 2015 bemühe ich mich, zunächst bei Wittens „Umwelt­managerin“, dann bei der letztlich zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg, Antworten auf das Feinstaubproblem in Witten zu bekommen.

Zwischenzeitlich informierte ich die Öffentlichkeit in dieser Zeitung in der Ausgabe 1-2016, die im Internet unter www.auf-witten.de nachzulesen ist.

Mittlerweile habe ich am 29.03. von Frau Karoline Karch von der Bezirksregierung Arnsberg eine Antwort auf meine eMail vom 07.03.2016 erhalten.

Ich möchte den geneigten Lesern den wesentlichen Inhalt nicht vorenthalten.

In gewisser Weise ist es ein Lehrstück in Sachen Bürokratie, über das man schmunzeln könnte, wäre unsere Gesundheit und die unserer Nachkommen nicht eine so ernstzunehmende Sache.

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2018  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern