Leserbrief zu Feinstaub-Artikeln vom 11.01.2017 (WAZ)

Für den Leser beider Artikel „Land nimmt Feinstaub ins Visier“ und „DEW: Wir investieren Millionen in die Umwelt“ ergibt sich der Eindruck, dass sich alle verantwortlichen Stellen kümmern und dass Probleme zügig gelöst werden.

Auf den Gedanken, kritisch zu hinterfragen oder gar selbst aktiv zu werden, soll man wohl nicht kommen. Obwohl es seit Jahrzehnten immer wieder Initiativen Wittener Umweltbewegter gegen die Luftverschmutzung insbesondere durch das Edelstahlwerk gibt. Auch das überparteiliche Personenwahlbündnis AUF Witten hat das seit seiner Gründung im Jahr 2003 immer wieder zum Thema gemacht. Das beweist unser ausführliches Umweltarchiv unter www.auf-witten.de.

Doch weder Politik noch Aufsichtsbehörden haben die angeklagten Gesundheitsgefährdungen bisher ernst genommen. Maßnahmen, wenn überhaupt, dienten immer nur der Beschwichtigung oder wurden so angeordnet, dass industrielle Emittenten aus der Schusslinie genommen und der Individualverkehr zum Sündenbock gemacht werden.

Weiterlesen: Leserbrief zu Feinstaub-Artikeln vom 11.01.2017 (WAZ)

Leserbrief zum Bericht vom 6.12.16 "Baumschutz kommt auf den Prüfstand"

Wir haben folgenden Leserbrief von Andreas Bremer erhalten, der in der WAZ nur gekürzt abgedruckt wurde. Wir wollen Ihnen die ungekürzte Fassung nicht vorenthalten:

Die Stadtverwaltung hat also beschlossen, die geltende Baumschutzsatzung zu lockern.
Da liest man was von: Koalition hat sich "stark gemacht" etliche Baumarten aus Baumschutzsatzung herauszunehmen,und diese somit zur Fällung freizugeben.
Zudem hat sich wittens "oberster Baumschützer", Kämmerer Matthias Kleinschmidt dafür ausgesprochen, lange nicht mehr jede Baumart schützen zu wollen. Ist er mit seinem Job als Kämmerer nicht ausgelastet genug? Als Vorsitzender des Grünflächenamtes erscheint er mir somit als klassische Fehlbesetzung.
Nachdem die Stadt vor einem Jahr in einer Nacht und Nebelaktion die von wittener Bürgern sehr geschätzten Grillplätze "zurückgebaut" hat; jetzt gerade damit begann, (1 Monat früher als ursprünglich angekündigt) die 3 Teiche zu vernichten,(was den Menschen als "Renaturierung" verkauft werden soll) - jetzt also die lockerung der Baumschutzsatzung.
Da kann ich mich der Meinung von Helmut Geisler nur anschließen, der eine ungelockerte Baumschutzsatzung nach wie vor für dringend notwendig hält!
In den letzten Jahren wurde in Witten sowieso schon an jeder Ecke gefällt - langsam reichts!

Andreas Bremer, Witten

Luftreinhalteplan verdient nicht den Namen den er trägt

Wolfgang Seidel, Bürger der Stadt Witten
Wolfgang Seidel, Bürger der Stadt Witten

Das Feinstaubproblem wird bewusst verharmlost!

Am 17.10.2016 wurde der „Luftrein­halteplan 2016“ als Entwurf zur Öffentlichkeitsbeteiligung veröffentlicht. Nach erster Sichtung ziehe ich folgende Kurzbilanz:

  1. Es wird nur die Stickstoffdioxidbelastung betrachtet (NO₂), Feinstäube wie PM₁₀oder gar PM2,5 hingegen nicht! PM ist ein Durchschnittsmaß für die Partikelgröße von Feinstaub, der lungengängig ist, also bis in die Lungenbläschen gelangen kann. Hierfür gibt es Grenzwerte, die aber, wenn überhaupt nicht gemessen wird, auch nicht eingehalten werden müssen.
  2. Richtigerweise wird darauf hingewiesen, dass bei erhöhter Stickstoffdioxid-Konzentration neben einer Zunahme von Bronchitis- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch die Sterblichkeit in der Bevölkerung zunimmt.
  3. Die einzige aktuelle NO₂Messstelle in Witten (an der Ruhrstr.) ist nur mit einem Passivsammler bestückt, der monatliche Werte liefert,aus denen der Jahresmittelwert gebildet wird. Stündliche Belastungsspitzen, wie sie mit einem kontinuierlichen NOₓ-Analysator gewonnen werden könnten, werden nicht ermittelt. Dafür gibt es auch EU-Grenzwerte, die für Witten noch bedenklicher ausfallen dürften als die bisher ermittelten pauschalen Jahresüberschreitungen.

    Weiterlesen: Luftreinhalteplan verdient nicht den Namen den er trägt

Umweltbündnis für Witten

Das AUF-Team an einem InfostandLiebe Leserinnen und Leser,

zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieser Zeitung am 31.10. hat die alljährliche UN Weltklimakonferenz noch nicht einmal begonnen. Wenn Sie diese Zeilen lesen, hat sie wohl schon vom 7. – 18. November 2016 in Marrakesch/Marokko stattgefunden.

Ohne also die konkreten Ergebnisse der Konferenz zu kennen, gehen wir dennoch davon aus, dass es auch dieses Jahr nur heiße Luft geben wird, wohingegen die Hauptklimasünder die Konferenz als Riesenerfolg bejubeln werden.

Warum sind wir uns da so sicher? Weil es seit der ersten Weltklimakonferenz 1995 bis heute ganz offensichtlich die Strategie vor allem der entwickelten Industriestaaten war, der Weltbevölkerung Sand in die Augen zu streuen, die Umweltbewegung hinzuhalten und vom konsequenten Kampf abzuhalten.

Aktuellstes Beispiel ist das Abkommen von 2015, das auf der Klimakonferenz in Paris geschlossen und sogar als Jahrhundertvertrag gefeiert wurde.

Weiterlesen: Umweltbündnis für Witten

Unterkategorien

2019  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern